Ein Gespräch mit Denis Watson über das wegweisende Werk von Hans Eppendorfer und Hubert Fichte. Eine Erinnerung an das erste Manifest der Leder- und Fetischbewegung.

Wer waren diese Ledermänner überhaupt? (Foto: Denis Watson, Folsom Europe e.V)
Veranstaltungsinformationen
Wann: Mittwoch, 16.04.2025, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Wo: Café Ulrichs und im Livestream
Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11
10787 Berlin
Eintritt frei. Platzreservierung erforderlich. Das Anmeldeformular finden Sie auf der Veranstaltungsseite von taz.de
1977 erschien das erste Manifest der Leder- und Fetischbewegung im deutschsprachigen Raum, Jahre bevor schwule Kerle in voller Ledermontur CSDs und Festivals wie Folsom Europe aufmischten.
Hans Eppendorfer war der Autor, im bürgerlichen Leben ein Mann namens Hans-Peter Reichelt. Er war Chefredakteur der Schwulenzeitschrift „Him/Applaus“ und schrieb mit dem damals berühmten Schriftsteller Hubert Fichte das als Dialog angelegte Buch „Der Ledermann spricht mit Hubert Fichte“. Es wurde im deutschsprachigen Bereich zu einem Erfolg, zumal es vor der Buchpublikation als Theaterstück inszeniert worden war.
Fast 50 Jahren nach der Veröffentlichung sprechen wir über Fragen wie: Hat dieses Manifest politisch oder ästhetisch auch der schwulen Szenen zu Selbstbewusstsein verholfen? Wer waren diese Ledermänner überhaupt – und wer wollen sie heute sein? Erinnerungen an eine Zeit vor Aids und vor der Liberalisierung der gesellschaftlichen Stimmungen gegenüber Homosexualität.
Fetisch, so oder so, ist kein Underground mehr, sondern ein Wort für das sexuell Andere, Ungewöhnliche. Eine Wiederlektüre am Vorabend des Ostertreffens der Folsom-Community in Berlin.
Ein Queer Talk mit:
- Denis Watson, Vorstand bei Folsom Europe e.V.
- Jan Feddersen moderiert diesen taz Talk. Er ist taz-Redakteur, Kurator des taz lab und Autor verschiedener Bücher, etwa zur Identitätspolitik und zur Berliner Sonnenallee nach dem 7. Oktober.
Dies ist ein taz Queer Talk in freundlicher Kooperation mit Folsom Europe e.V.