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Das Jahrbuch Sexualitäten 2026 ist da – feiern sie mit uns!

Das neue „Jahrbuch Sexualitäten 2026” ist ab dem 24. Juni 2026 im Handel erhältlich und die Initiative Queer Nations lädt zur Premierenlesung am 10. Juli 2026 in die taz Kantine ein. Mit Texten zu queeren Künsten, der US-Entwickung in puncto Trans und vielen mehr.

Das Cover des Jahrbuch Sexualitäten 2026 zeigt ein lila eingefärbtes Foto von zwei Personen: links eine lächelnde Person mit Sonnenbrille, rechts eine Person im Anzug. Der Hintergrund verläuft in einem Regenbogenfarbverlauf von Rot und Gelb über Grün und Blau bis Violett. Auf dem Cover stehen mehrere thematische Schlagworte wie „Thomas Mann“, „Paragraf 175“, „Bruno Balz“, „Pubertätsblocker“, „Faika El‑Nagashi“ und „Fünf Freunde“. Unten ist der Verlag „Wallstein“ genannt.
Das Jahrbuch Sexualitäten 2026 (Foto: Wallstein-Verlag).

Von Redaktion

Das „Jahrbuch Sexualitäten” ist eine jährlich erscheinende Veröffentlichung, die verschiedenste Aspekte der Sexualität diskutiert. Dies geschieht aus unterschiedlichsten Perspektiven: Aus – unter anderem – gesellschaftlichen, politischen, kulturellen, historischen und juristischen.

11. Jahrbuch-Ausgabe

In diesem Jahr erscheint die 11. Ausgabe des Periodikums – ein kleines Jubiläum für dieses weltweit gelesene, interdisziplinär sich verstehende Kompendium. Auf dem Portal H-Soz-Kult findet sich eine Auflistung der Inhalte. Das Buch erscheint im Wallstein-Verlag, Göttingen. Ermöglicht durch die Initiative Queer Nations, garantiert linienuntreu, ideologiefern und lebensfrisch, diskursstark und sanftmütig zugleich. Motto: Mainstream ist uns fremd, wir machen uns unsere eigenen Köpfe!

Gespräch mit Faika El-Nagashi

Das Kulturmagazin Perlentaucher hat einen Blick in die neue Jahrbuch-Ausgabe geworfen und stellt das Gespräch von Jan Feddersen mit Faika El-Nagashi, der ehemaligen Nationalratsabgeordneten für die österreichischen Grünen, als Leseprobe vor. El-Nagashi erzählt darin, wie sie als Lesbe zum Aktivismus fand und wie Kritik am queeren Transaktivismus sie im etablierten Queeraktivismusbetrieb zur Persona non grata werden ließ.

Jan Feddersen: Sie ahnten, dass Sie mit dem Interview, mit Ihrer Kritik am transinklusiven Feminismus für die meisten, mit denen sie in den vergangenen 20, 30 Jahren gearbeitet hatten, zu einer Aussätzigen werden würden?

Faika El-Nagashi: Ich wusste es, aber ich wusste es auch gleichzeitig nicht. Ich hatte vielleicht eine gewisse Illusion über mich selbst. Ich dachte, mit meinem Standing, mit meiner beruflichen Biografie, mit meiner politischen Biografie und auch mit meiner persönlichen Biografie: Wie kann man mich als rechtsextrem verunglimpfen? Aber man hat es gemacht.

Es gab dann einen Offenen Brief gegen mich, unterschrieben von Kolleginnen aus meiner Partei und aus anderen Parteien, von Aktivistinnen, mit denen ich zum Teil Jahrzehnte zusammengearbeitet hatte. Weil mein berufliches meist auch mein soziales Umfeld war, gab es keine einzige Beziehung, die davon nicht beeinträchtigt war. Vollumfänglich. Das ist extrem schwer, und das ist komplett an die Substanz gegangen. Es ist eine hochdramatische Erfahrung, die einen Menschen brechen kann.

Veranstaltungsdetails


Wann: Freitag, 10. Juli 2026, 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)

Wo: taz Kantine, Friedrichstr. 21, 10969 Berlin und im Livestream

Eintritt frei. Platzreservierung erwünscht.


Eine Veranstaltung mit Autorinnen und Autoren der neuen und 11. Ausgabe des „Jahrbuch Sexualitäten” – und deren PatInnen: Emily Lau, Thomas Sparr, Kevin Clarke, Vojin Saša Vukadinović, Inge Bell, Stephan Wackwitz.

Moderiert von:

Jan Feddersen ist im Vorstand von Queer Nations und taz-Redakteur für besondere Aufgaben.

Rainer Nicolaysen ist Mitherausgeber des „Jahrbuch Sexualitäten“.

Ein Queer Talk in freundlicher Kooperation mit der taz.

Zur Premiere laden wir herzlich ein!