
Freitag, 6. Februar 2026, um 19.30 live im Bajzsel, Emser Str. 8-9, 12051 Berlin
Eintritt ist frei.
Gerade Inhalte und Aktivitäten auf Social Media zu „Trans“ wurde in den vergangenen Jahren zunehmend kritischer gesehen. Das liegt an einer signifikant gestiegenen Nachfrage nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen, vorwiegend unter biologisch weiblichen Teenagern. Influencer, die selbst trans sind, geben auf Plattformen wie TikTok Einblicke in ihre Transition. Social Media steht jedoch im Verdacht, Phänomene wie „soziale Ansteckung“ oder auch bedenkliche Trends zu fördern. Die Kurzvideoplattform TikTok ist bei Menschen zwischen 14-25 Jahren eine der meistgenutzten Apps. Zugleich ist um die Frage, ob man Minderjährigen geschlechtsangleichende Behandlungen überhaupt zugänglich machen sollte, international eine kontroverse Debatte entbrannt.
Der Vortrag fragt: Was passiert auf TikTok zum Thema „Trans“, welches Bild wird vermittelt – insbesondere auch von medizinischen Maßnahmen wie Hormonbehandlungen oder chirurgische Eingriffe? Wer trägt Verantwortung für Inhalte, die gesundheitlich bedenklich sind? Welche Probleme gibt es und sind diese nur auf Social Media beschränkt? Wie ist ein Social Media-Verbot nach australischem Vorbild zu sehen?

Till Randolf Amelung ist Geschlechterforscher, freiberuflicher Journalist und arbeitet bei einer NS-Gedenkstätte. Außerdem ist er Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations e.V. Seine Beiträge sind u.a. bei Jungle World, Siegessäule, Ruhrbarone, Welt am Sonntag, Berliner Zeitung und Zeit Online erschienen. Er ist Herausgeber zweier im Querverlag erschienener Bücher. „Irrwege. Analysen aktueller queerer Politik.“ und „Transaktivismus gegen Radikalfeminismus. Gedanken zu einer Front im digitalen Kulturkampf.“. Beide können nach dem Vortrag erworben werden. Das Buch zum aktuellen Vortrag wird im Alibri Verlag erscheinen, ist jedoch noch nicht erhältlich.
Moderation: Jan Feddersen. Feddersen ist Redakteur der TAZ, Kurator des taz lab und der taz Talks. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Texte in Anthologien sowie Bücher zum Eurovision Song Contest und zur Identitätspolitik und ist Mitherausgeber des „Jahrbuch Sexualitäten“ (Wallstein Verlag).