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Queeres Weltkulturerbe

Ein queeres Festival – wie Woodstock, nur Jahr für Jahr, falls nicht wie vor zwölf Monaten Corona alles in den Lockdown brachte: Der Eurovision Song Contest ist seit 1956 die queere Familienshow schlechthin, generationen- und sexualorientierungsübergreifend. Aber wesentlich, in den Backgrounds, von schwulen Männern geprägt – und das nicht erst Conchita Wursts Triumph 2014, sondern von Anfang an: Weil der ESC, der früher in Deutschland Grand Prix Eurovision de la Chanson genannt wurde, über die Horizonte weiß, der eigenen Nation vor allem – und weil dieses Fest von der heteronormativen Popkultur unbeachtet blieb. Kurzum: Der ESC ist ein Queeres Weltkulturerbe.

Jan Feddersen, Vorstand von IQN, hat für das Jahrbuch Sexualitäten 2019 einen historisch und kulturwissenschaftlich versierten Essay zum Thema geschrieben. Der langjährige Experte der ARD zum Thema sagt, worauf unsereins stolz sein kann: Auf das Populäre, das wir selbst mit bestimmt haben. Den Beitrag können Sie hier aufrufen.