E2H

Elberskirchen Hirschfeld Haus – Queeres Kulturhaus

Ein queerer Leuchtturm für Berlin


AKTUELLE MEDIENBEITRÄGE

Berliner Zeitung: „Queeres Kulturhaus: Szene-Leuchtturm in südlicher Friedrichstadt geplant“

Der Tagesspiegel: „‚Taz‘-Gebäude wird Zentrum für queeres Leben“


 

Zwischen Juli und November 2018 ist ein Raumkonzept durch die Arbeitsgemeinschaft der L.I.S.T. GmbH mit Anne Lampen Architekten entwickelt worden, das Archive, Forschungseinrichtungen, Ausstellungs-, Kunst-, und Kulturangebote, Seminare- und Veranstaltungs- und Filmvorführungen unter einem Dach versammelt. Entstehen soll ein Queeres Kulturhaus zur Profilierung lesbischer, schwuler, trans*- und inter*-Kultur, zur Sicherung und Archivierung von Zeitzeugnissen, zur Inspiration, Kooperation und Zusammenarbeit durch die Vernetzung verschiedener Projekte.

Zu den aktuellen Entwicklungen zum Queeren Kulturhaus für Berlin möchten wir Sie an dieser Stelle auch auf die ausführliche Broschüre aufmerksam machen, die im Rahmen einer Veranstaltung am Mittwoch, den 07. November 2018, im Abgeordnetenhaus zu Berlin vorgestellt wurde.


 

Am 7. November 2018 stellte der Vorstand des Vereins der Freund*innen des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses (E2H) im Abgeordnetenhaus den Vertreter*innen der Berliner Politik und der Stadtöffentlichkeit das neue Raumkonzept für das Queere Kulturhaus vor. Dieses Konzept hatte die Arbeitsgemeinschaft der L.I.S.T. GmbH mit Anne Lampen Architekten seit Juli 2018 entwickelt. In einer intelligenten Mischung aus öffentlichen Foyer-, Ausstellungs-, Bibliotheks-, Kino- und Veranstaltungsbereichen, aus nach Anmeldung für Nutzer*innen zugänglichen Arbeits-, Kreativ- und Seminarräumen sowie aus Büros und Archiven verbindet das Konzept die sechs Ebenen des ehemaligen taz-Gebäudes barrierefrei zum neuen E2H.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte Dr. Klaus Lederer (Die Linke), Bürgermeister Berlins und Senator für Kultur und Europa, dass es ihn freue zu sehen, wie weit die Planungen für das Queere Kulturhaus bereits vorangeschritten seien. Das E2H stehe Berlin gut zu Gesicht, sagte Lederer. Deswegen käme es nun darauf an, die Finanzierung des Projekts möglichst zügig auf sichere und öffentliche Beine zu stellen. Bei den dafür notwendigen Haushaltsverhandlungen im Abgeordnetenhaus würde die Berliner Kulturverwaltung, die auch die Erstellung des neuen Raumkonzepts finanziert hatte, das E2H nach Kräften unterstützen, so Lederer.

Danach betonte taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch im Namen der taz-Genossenschaft deren Bereitschaft, zügig in Verhandlungen über die Vermietung des Gebäudes einzutreten, bevor Jan Feddersen, Christiane Härdel und Lily Kreuzer vom Vorstand des Vereins der Freund*innen des E2H sowie die Architektin Anne Lampen ihre Vision vorstellten: ein offener Ort für Gespräche über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, ein queeres Labor des Wissens für eine moderne Stadtgesellschaft.

Zum Ende der Veranstaltung sicherten Carsten Schatz (Die Linke) und Melanie Kühnemann (SPD) als queerpolitische Sprecher*innen dem Projekt die Unterstützung ihrer Fraktionen zu. Auch Vertreter*innen von CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP hatten signalisiert, dass sie sich weiterhin für die Realisierung des Queeren Kulturhauses einsetzen werden. Dieser Rückhalt bei allen nicht-homophoben Fraktionen stimmt mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen im Berliner Abgeordnetenhaus zuversichtlich.

Das Elberskirchen-Hirschfeld-Haus ist seiner Eröffnung ein gutes Stück näher gekommen. Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, dass die Bildungsinitiativen, Archive und anderen Projektträger*innen, die sich unter dem Dach des E2H versammeln werden, dass die queere Community und dass die Stadtgesellschaft als Ganzes sich weiterhin hörbar und mit Nachdruck für die Errichtung des Queeren Kulturhauses in Berlin einsetzen.

 


Ein Forum für queere Forschung, Bildung und Kultur im Herzen Berlins, das ist die Vision. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einrichtungen, die sich der Geschlechter- und Sexualitätenforschung verschrieben haben, macht LSBTI* Themen für ein breites Publikum sichtbarer und zugänglicher.

Die mit den Namen Johanna Elberskirchen und Magnus Hirschfeld verbundenen Debatten, welche die Nationalsozialisten 1933 brutal beendeten, können hier neu aufblühen. So setzt das Projekt ein lokal, national, europäisch und global wahrnehmbares Zeichen für die Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

Foto: Palladium Photodesign, Burg & Schuh Gbr; Grafische Bearbeitung Cover-Foto: Lon Godin